Montag, November 12, 2012

*Buchrezension* Das Tal 1.1 - Das Spiel (Krystyna Kuhn)




Titel: Das Tal Season 1.1 - Das Spiel
Autorin: Krystyna Kuhn
Reihe: Band 1 von bisher 2 Staffeln
(1.2: Die Katastrophe; 1.3: Der Sturm; 1.4: Die Prophezeiung: 
2.1: Der Fluch; 2.2: Das Erbe; 2.3: Die Jagd; 2.4: Die Entscheidung)
Erschienen: 1. Auflage: Mai 2010/ Limitierte Sonderausgabe: 2012
Verlag: Arena
Seitenzahl: 299
Preis: 9,99€/ Limitierte Sonderausgabe: 6,00€






Kurzbeschreibung:
Es ist dunkel.
Es liegt mitten im Nirgendwo.
Und es birgt ein schreckliches Geheimnis ...

Eine coole Einweihungsparty im Bootshaus, so feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace College. 
Doch schon bald merken Julia und ihre Freunde, dass in dem abgelegenen Tal mitten in den kanadischen Bergen etwas nicht stimmt. Wozu die vielen Verbotsschilder rund um das College? Und warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden?
Die Lage spitzt sich zu, als Julias Bruder Robert beobachtet, wie ein Mädchen in den Lake Mirror springt und von einem Strudel nach unten gezogen wird. Aber niemand schenkt seinen Worten Glauben - nicht einmal Julia. 
Noch ahnt sie nicht, dass die dunklen Schatten der Vergangenheit, die sie für immer überwunden glaubte, hier im Tal wieder an die Oberfläche drängen.

Meine Meinung:
Zur Aufmachung kann ich direkt sagen, dass mir die Sonderausgabe sehr gut gefällt, das Preisleistungsverhältnis ist klasse und das Cover gefällt mir um einiges besser als das Original *_*
Krystyna Kuhn war mir bisher gänzlich unbekannt, doch gehört habe ich von "Das Tal" bisher viel gutes, daher habe ich mich nun auch mal an den Auftakt dieser langen Serie herangewagt.

Im ersten Teil "Das Spiel" geht es zunächst um Julia und Robert die als Frischlinge an das sehr abgelegene Grace College kommen. Dort leben sie auch, zusammen mit Zimmergenossen in Appartments, ziemlich abgeschnitten von der Außenwelt. Schon zu Beginn geschehen sehr merkwürdige Dinge und schließlich passiert etwas schreckliches auf der Bootshaus-Einweihungsparty. Ein Mädchen wird vermisst und es bricht Panik aus, nichts scheint gereimt zu sein und es entsteht Misstrauen untereinander.
So viel mal zur Grundidee der Geschichte.

Das Tal wird als sehr seltsam beschrieben und man fühlt sich auch als Leser nicht sonderlich wohl in diesem alten Collegegebäude. Auch die Natur scheint verrückt zu spielen, was mir bis jetzt immer noch völlig unerklärlich ist.
Über Julia und Robert Frost weis man zu Beginn nichts und das bleibt auch recht lange so. Bruchstückhaft lässt die Autorin Informationen einfließen, die die Charaktere näher beschreiben und deren Vergangenheit, die einem als sehr bedeutungsvoll und einschneidend erscheint, ein wenig ins Licht rückt. 
Dennoch bleibt der Leser mehr oder weniger im Unklaren. 
Gerade Robert vermittelt den Eindruck, besonders zu sein. Er denkt nicht wie die anderen und generell kam er mir doch sehr speziell vor. Gut gefiel mir, dass auch ein paar Kapitel aus seiner Sicht beschrieben wurden. Ansonsten liest man aus der Sichtweise von Julia und ich persönlich konnte mich auch mit Julia am ehesten identifizieren, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Beispielsweise dass sie ihr Handy nach einer mysteriösen SMS einfach mal in den See schleudert war doch sehr merkwürdig. Wer macht sowas denn bitte!? Da würde ich der Sache doch lieber auf den Grund gehen, oder wär vielleicht ein bisschen verduzt ...

Eine richtige Bindung zu den Charakteren, insbesondere zu Julia aufzubauen war nicht so leicht.
Viele weitere Charaktere waren mir zu stereotyp oder einfach unsympathisch. Wie Debbie zum Beispiel. Ich HASSE sie einfach. Klar, die anderen Personen im Buch sind auch nicht begeistert von ihr, aber mich hat sie wirklich sehr genervt, auch Benjamin war irgendwie nervig mit seinem ständigen gefilme. Mir gab das das Gefühl, dass die Autorin einen dazu zwingt, nur Julia gut zu finden...
Natürlich musste auch unbedingt eine Lovestory mit rein, so verliebt sich Chris, ein Mitbewohner von Robert, urplötzlich und quasi auf den ersten Blick in Julia und macht einen auf Edward Cullen: "Du brauchst jemanden, der dich beschützt!" Also DAS war mir definitiv zu schnulzig, unpassend, unnötig und nicht wirklich nachvollziehbar. Schade. Dennoch gehört Chris zu den wenigen Charakteren, die ich noch mochte.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, die Kapitel sind wunderbar kurz und knackig, der Inhalt kompakt und spannend zuammengefasst, dass die Seiten nur so fliegen. Daher hat "Das Tal" für mich durchaus Unterhaltungswert. In fast jedem Kapitel schafft es die Autorin einen Höhepunkt einzubringen, die Kapitel enden meist mit Cliffhangern, daher will man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Natürlich bleibt auch am Ende noch einiges offen, vermutlich wird erst im allerletzten Band alles einen Sinn ergeben, aber darauf war ich gefasst.

Es herrschte eine unbehabliche Atmosphäre und die Story schritt in schnellem Tempo voran.
Für einige mag das nach dem perfekten Thriller klingen, mir allerdings kamen einige Geschehnisse/Ergebnisse zu einfach, zu gezwungen und insbesondere einige Charaktere zu platt vor. Ganz offensichtlich versucht die Autorin hier eins auf amerikanisch zu machen, wodurch man stellenweise das Gefühl bekommt, eine typisch überzogene, x-beliebige, amerikanische TV-Serie zu gucken.

Trotzdem wurde ich im Allgemeinen unterhalten, auch wenn ich bis jetzt noch unschlüssig bin, wie es für mich mit dieser Serie weitergeht. Vermutlich hätte mir diese Serie um einiges besser gefallen, wenn ich noch etwas jünger wäre. Daher meine Empfehlung: Lest den ersten Teil (die Sonderausgabe ist ja auch nicht teuer), bildet euch eine Meinung und verfolgt die Serie weiter oder auch nicht. Ich könnte mir nämlich durchaus vorstellen, dass einigen "Das Tal" super gefällt. ;D

Bewertung: 05/10

Kommentare:

  1. Also mir gefällt die Reihe gut auch wenn sie etwas verwirrend ist.
    Schönze Rezi :)

    LG
    ____________________________________________

    http://baddicted.blogspot.de/

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  2. Ich bin auch ein riesen Fan der Reihe. Könnte mir ein Leben ohne sie einfach nicht mehr vorstellen:) Kann mich eigentlich mit allen Personen identifiziernen-bis auf Debbie. Hoffe, dass es einen Film geben wird. Schöne Rezi:-)
    Gaaanz ganz liebe Grüße

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