Samstag, Januar 28, 2012

*Buchrezension* 3096 Tage (Natascha Kampusch)


Titel/ Autor: 3096 Tage Natascha Kampusch
Erschienen: 13. Januar 2012
Seitenanzahl: 284
Preis (Taschenbuch): 9,99 €

Kurzbeschreibung: 
Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang. Am 23 August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben. 

Meine Meinung: 
Ich muss zu diesem Buch erst einmal sagen, dass ich es verständlicherweise nicht wirklich gut bewerten kann. 
Ich muss sagen ich persönlich finde das Buch sehr gut geschrieben und bin mir absolut sicher, dass ihr dieses Buch bei der Verarbeitung des schrecklichen Erlebnisses geholfen hat.
Ich finde durch dieses Buch kann man die Situation und die Lage in der sie sich damals befunden hat sehr gut nachvollziehen und verstehen. Es kommen meiner Meinung nach viele Details zum Vorschein, von denen ich noch nichts wusste. ( Allerdings muss ich sagen, der Fall liegt jetzt auch schon wieder 6 Jahre zurück, das heißt ich konnte mich natürlich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern.)
Ich habe während ich das Buch gelesen habe wirklich "Herzschmerzen" bekommen. Wie kann man einem Menschen nur etwas so grausames antun und wie kann man so was so lange Zeit aushalten ohne verrückt zu werden. Natasche Kampusch verdient sehr sehr viel Respekt für dieses Leistung. 
Vieles was ich damals gehört hatte konnte ich nicht verstehen, wie z.B. dass der Täter sie in einen Einkaufsladen mitnahm und sie nicht um Hilfe gerufen hat. Doch als ich das Buch gelesen habe, wusste ich warum sie nicht schreien konnte und das ist sogar sehr verständlich. 
Was mir auch sehr ans Herz geht ist, dass sie trotz allem nie die Hoffnung verliert und doch in dem Täter noch den Menschen sehen kann. Das mag im ersten Augenblick vielleicht sehr unverständlich klingen, aber nach ihrer Beschreibung im Buch doch nachvollziehbar. Und das hat nichts mit dem "Stockholm- Syndrom" zu tun, wie es so viele behaupten. 
Ich muss sagen dass Buch hat mir an einigen Stellen das Herz zerrissen und es war teilweise so schmerzhaft zu lesen, dass man gar nicht weiter lesen wollte aber doch einfach nicht anders konnte. 
Ich finde das Buch definitiv empfehlenswert, so nahegehend wie es ist. 

Bewertung:  9/10

Kommentare:

  1. Hey, das Buch klingt wirklich interessant! Hast du das daheim? Wenn ja muss ich mir des mal ausleihen!!!

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  2. Jap ich habe es daheim;) Klar kannst du es ausleihen;) einfach bescheid sagen;)

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