Sonntag, Februar 26, 2012

*Filmreview* Ziemlich beste Freunde









Titel: Ziemlich beste Freunde
Angelaufen: Januar 2012
Genre: Komödie










Kurzbeschreibung:
Der arbeitslose und frisch aus dem Knast entlassene Driss bewirbt sich pro forma als Pfleger beim querschnittsgelähmten reichen Erbe Philippe, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Gegen jede Vernunft engagiert ihn der reiche Aristokrat, weil er spürt, dass dieser farbige Junge aus der Banlieue ihm nicht mit Mitleid begegnet. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints, laden schon mal zu einer Orgie ein. Beide respektieren sich, und Philippe gewinnt neue Kraft für das, was ihm vom Leben bleibt.



Meine Meinung:
Mehr durch Zufall bin ich in diesen Film gegangen, ohne große Erwartungen. Aber jetzt bin ich absolut begeistert! Dieser Film ist einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Er beruht auf einer wahren Begebenheit und berührt zutiefst. 
Driss ist sowas von genial, extrem witzig, cool und gelassen wohingegen der Behinderte Philippe zunächst sehr ruhig und nicht sehr glücklich zu sein scheint (was ja auf Grund seiner Behinderung verständlich ist). Beide sind somit sehr sehr verschieden und dennoch entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen ihnen und Driss gibt Philippe neue Kraft und Lebensmut. Aber auch Driss hat eine unschöne Zeit erlebt, seine Familie will ihn nicht mehr sehen, seine Geschwister haben Probleme und er selbst will eigentlich nur Arbeitslosengeld, um zu überleben. Es hat mich sehr fasziniert, dass er trotz dieser Lebensumstände ein so cooler, lebensfroher Mensch ist. 
Obwohl der Film an manchen Stellen traurig und bemitleidenswert erschien, überwiegen eindeutig die lustigen Momente und ich musste wirklich seeehr oft richtig lachen. Und obwohl man teilweise über die Behinderung von Philippe lacht, kommt es einem irgendwie nicht falsch vor. 
Die Schauspieler sind wirklich klasse und falls es eine Neuverfilmung von Hollywood geben sollte: nichts kommt an diese französische Version heran, da bin ich mir jetzt schon sicher!
Ich kann diesen Film nur weiterempfehlen es gibt absolut nichts zu kritisieren! 
"Wer bei diesem Film nichts fühlt, hat einen Stein da, wo andere ein Herz haben!" (Franc Tausch)

Bewertung: 10/10


Freitag, Februar 24, 2012

*Buchrezension* Evermore #3 - Das Schattenland (Alyson Noel)







Titel: Evermore - Das Schattenland
Autorin: Alyson Noel
Erschienen: 16. August 2010
Seitenzahl: 404
Preis (Taschenbuch, broschiert): 17,95€










Kurzbeschreibung:
"Ich wünsche mir, ich könnte in der Gewaltigkeit des Ozeans untertauchen und von der Ebbe fortgetragen werden. Alles, um die Worte nicht aussprechen zu müssen - alles, um meiner einzigen wahren Liebe, meinem ewigen Partner, meinem Seelengefährten der letzten vierhundert Jahre, nicht sagen zu müssen, dass ich, obgleich er mir die Ewigkeit gegeben haben mag, uns unser Ende gebracht habe."

Niemals wird Ever ihrer großen Liebe Damen nahe sein können. Keine Berührung, keinen Kuss, nicht einmal eine Umarmung darf sie riskieren, sonst wir Damen ihr für immer entrissen werden, und seine Seele wäre auf ewig im Schattenland gefangen. Dich Ever will sich nicht damit abfinden. Irgendwie muss es ihr einfach gelingen, den Bann zu brechen. Als sie sich deshalb der Magie zuwendet, trifft sie unerwartet auf Hilfe: Der lässige Surfer Jude tritt plötzlich in ihr Leben, und es kommt ihr vor, als würde sie ihn schon lange kennen. Während ihre Liebe zu Damen immer komplizierter wird, scheint ihr der Umgang mit Jude umso leichter zu fallen. Ist Damen wirklich der Richtige für sie, oder hält das Schicksal einen anderen Weg für sie bereit?

Meine Meinung:
Und wieder einmal muss ich dieses wunderschöne Cover loben! Ich finde es absolut klasse und immer wenn ich in mein Zimmer komme und dieses Buch auf meinem Bett oder im Regal stehen sehe, muss ich lächeln ;D Der Titel sowie die gelbe Tulpe passen mal wieder toll zum Inhalt des Buchs.
Meine Meinung über die Personen in diesem Buch haben sich nach dem dritten Teil der Evermore-Reihe erheblich verändert! Oh mann ich hätte nie gedacht, dass es mir einmal wieder so gehen könnte wie bei den Biss-Büchern, dass ein Typ auftaucht (Jude; bei den Biss-Büchern Jakob) der sich in das Mädchen verliebt und sich Ever (Bella) zwar auch verliebt aber ihn dann doch nicht nimmt. Manno! Bei den Bissbüchern war ich absolut Team Jacob und jetzt fand ich Jude einfach soviel cooler und interessanter als Damen. Da das Thema Jude aber vermutlich vom Tisch ist muss ich mich in den folgen Teilen vermutlich wieder mit Damen zufrieden geben -.- Aber auch Ever hat sich in diesem Teil teilweise auf negative, sehr naive und nervige Weise gezeigt. Und WIEDER hat sie gegen Ende eine Entscheidung getroffen, dich ich für absolut falsch und blöd und nervig halte.
Die Liebe zwischen Damen und Ever sowie Flirtereien zwischen Jude und Ever wurden sehr schön und tiefgründig beschrieben und vorallem Judes Beschreibung nach konnte ich ihn mir richtig gut vorstellen und fand auch, dass er super zu Ever passen würde. Dass sich die beiden überhaupt treffen hat viel mit Schicksal und der Reinkarnation der Seele zu tun, was in diesem Buch eine wichtige Rolle spielt. Was mir besonders gut gefallen hat, war einfach die gesamte Gegend, das Sommerland, sowie die Begabung von Ever und Damen Dinge zu manifestieren. Auch die Nebencharakter gefallen mir recht gut.
Das Problem, dass Ever und Damen haben finde ich nach wie vor ein wenig lächerlich und es hat sich in diesem Buch nicht viel getan um es zu lösen. 
Alles in allem hätte man das Buch auf jeden Fall kürzen können, dennoch habe ich es gerne gelesen, da ich den Schreibstil sehr mag und mir die Mischung aus Fantasy und Liebe sehr gefällt. Ich werde die Reihe auch zu Ende lesen, allerdings glaube ich, dass eine Pause jetzt besser wäre, damit ich mich nicht womöglich doch langsam langweile.

Bewertung: 07/10

4. Teil der Reihe: Evermore - das dunkle Feuer

Montag, Februar 20, 2012

*Buchrezension* Tote Mädchen lügen nicht (Jay Asher)



Titel: Tote Mädchen lügen nicht 
Autor: Jay Asher 
Erschienen: Oktober 2010 
Seitenanzahl: 288 
Preis (broschiert) : 9,99€ 
        (gebunden): 14,95€ 

Kurzbeschreibung: 
Man kann die Zukunft nicht stoppen, man kann die Zeit nicht zurückspielen- doch wer auf play drückt, erfährt die Wahrheit. 

Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die ersten in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. 
Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. 
Clay ist einer davon...

Meine Meinung: 
Das Buch hat mich echt in seinen Bann gezogen. Genauso wie Clay einfach nicht aufhören kann Hannah zuzuhören konnte ich auch nicht aufhören das Buch zu lesen. 
In dem Buch werden die Gedanken und Taten von Clay beschrieben während er Hannahs Kassetten hört, dies ist in normaler Schrift geschrieben und die Stimme von Hannah ist in kursiv geschrieben. Somit kommt man also nicht durcheinander, wer was sagt. 
Mir fiel es sehr sehr schwer das Buch auf die Seite zu legen. Man möchte an einigen Stellen "Stopp" drücken, wie auch Clay weil es einfach so furchtbar ist was sie erzählt, aber man tut es nicht weil man doch so gefesselt ist. 
Das Buch hat mich auch echt tief getroffen. Weil ich sie so gut verstehen kann, was mir sogar manchmal ein bisschen Angst macht, wenn man bedenkt wozu das führt. Man sieht einfach was für große Auswirkungen so manche "kleine" Dinge haben können. Viele merken gar nicht was sie anrichten oder wenn sie es merken ist es ihnen egal. Doch die Folgen können so fruchtbar sein. Das Buch zeigt, dass eine oder zwei Vorfälle Hannah vielleicht nicht zum Sturz gebracht hätten, doch es hat sich so viel angehäuft und das "Schneeball-Prinzip" (wie sie es selbst nennt) hat seinen Lauf genommen und das eine hatte das andere zur Folge. So geht es immer weiter, bis es einfach nicht mehr aushaltbar ist. 
Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen weil es so spannend war, doch nachdenken werde ich mit Sicherheit noch länger. 
Wirklich ein sehr empfehlenswertes Buch. 

Bewertung: 9 /10 


Samstag, Februar 18, 2012

*Buchrezension* In die Wildnis- Allein nach Alaska (Jon Krakauer)


Titel: In die Wildnis- Allein nach Alaska 
Autor: Jon Krakauer 
Erschienen: Oktober 2007 
Seitenanzahl: 304
Preis (Taschenbuch): 8,95€

Kurzbeschreibung: 
Im August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandless im Eis von Alaska gefunden. Wer war dieser junge Mann, und was hatte ihn in die gottverlassene Wildnis getrieben? Jon Krakauer hat sein Leben erforscht, seine Reise in den Tod rekonstruiert und ein traurig-schönes Buch geschrieben über die Sehnsucht, die diesen Mann veranlasste, sämtliche Besitztümer und Errungenschaften der Zivilisation hinter sich zu lassen, um tief in die wilde und einsame Schönheit der Natur einzutauchen. 

Meine Meinung: 
Einerseits finde ich das Buch an einigen Stellen total gelungen und echt tiefgründig, allerdings gibt es auch einige Stellen die mich total langweilten. 
Was ich über Chris McCandless wirklich denken soll weiß ich ehrlich gesagt nicht wirklich so genau. Der Autor lässt den Leser auch wirklich selbst seine Meinung bilden. Er lässt sowohl Schwester oder auch gute Freunde von ihm "reden", aber auch Kritiker die ihn für einen Spinner halten. 
Ich persönlich finde diese Liebe zur Freiheit sehr gut nachvollziehbar (liegt vielleicht auch an meinem Alter;)), aber ich muss  sagen für naiv halte ich ihn trotzdem. Wie konnte er nur so leichtfertig mit Alaska umgehen und wie hat er es dort nur so lange so einsam ausgehalten?! Trotzdem finde ich es auf eine Art und Weise bewundernswert wie man so viel Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten haben kann und für seinen Traum einfach alles hinterlässt. 
Die echten Gründe für seine Tat werden wir wohl nie erfahren, aber in dem Buch werden einige Aspekte aufgezeigt, die gute Beweggründe sein könnten. Diesen Teil fand ich sehr interessant und deshalb für mich auch viel viel zu kurz-.- 
Ich denke trotzdem, dass dieses Buch wirklich nur für diejenigen was ist, die sich wirklich für sowas interessieren, denn meiner Meinung nach ist es nicht ganz so spannend, wenn man sich gar nicht für die Wildnis bzw. die Überlebenstechniken oder Klettern interessiert. 
Mir persönlich hat es im Großen und Ganzen zwar schon teilweise total gut gefallen, doch manchmal konnte ich einfach nicht viel damit anfangen. Ich musste mich echt durchkämpfen um wieder an schöne Stellen zu kommen. Es ist echt total interessant mehr von McCandless zu erfahren, aber teilweise wird nicht wirklich nur über ihn berichtet und einige Sachen die mich nicht wirklich interessieren und auch nicht wirklich von Bedeutung sind. 
Ob man das Buch also lesen sollte oder nicht, hängt wie ich finde also von dem Interesse für das Thema ab. 

Bewertung: 3/10 

Freitag, Februar 17, 2012

*Buchrezension* Evermore #2 - Der blaue Mond (Alyson Noel)







Titel: Evermore - Der blaue Mond (Teil 2 der   Evermore Reihe)
Autorin: Alyson Noel
Erschienen: März 2010
Seitenanzahl: 384
Preis (Taschenbuch; broschiert): 17,95€









Kurzbeschreibung:
Ever ist glücklich. Endlich hat sie ihre große Liebe Damen gefunden und er wird für immer bei ihr bleiben. Denn ihre Liebe ist so unsterblich wie sie selbst. Doch dann scheint sich Damen irgendwie zu verändern: Er leidet plötzlich an einer seltsamen Krankheit und er scheint sich mehr und mehr von Ever zu distanzieren. Sie weiß nicht mehr, was sie tun soll. Also reist sie ins geheimnisvolle Sommerland, um dort eine Lösung zu finden. Und dort wird sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens gestellt.


Meine Meinung:
Nach dem ersten Teil dieser Reihe war ich sehr begeistert und habe mich gefreut den 2. Teil zu lesen. Meine Erwartungen haben sich zu Beginn mehr als erfüllt und ich finde die Geschichte und die Personen einfach toll *träum*. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass es einige gibt, die die Twilight-Parallelen, die auch in diesem Teil vorkommen, stören, oder von dieser Art von Geschichte (Teenieromanze, Fantasy,...) womöglich seit dem Twilight-Hype genug haben. Ich aber ganz und gar nicht. Ich liebe genau diese Mischung von Fantasy, Liebe, Drama und Spannung ;D
Der tolle Schreibstil von Alyson Noel hat sich in diesem Teil super fortgeführt und ich fand es toll, dass die Geschichte direkt an den ersten Teil anschließt und nicht einige Zeit übersprungen wurde, wie es leider bei vielen Buchreihen der Fall ist.
Die Kapitel waren gut unterteilt, der Titel und das Cover passen sehr gut zum Inhalt und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt (was man auch daran sieht, dass ich das Buch in ca. 3 Tagen gelesen habe).
Allerdings habe ich auch etwas zu kritisieren, was die Bewertung dieses Buches runterzieht: Das Ende!
Das Ende geht einfach mal gaaaar nicht, bzw. um es genauer zu sagen, die Entscheidung, die Ever am Ende trifft und die Folge, die daraus entsteht hat die bis dahin perfekte Atmosphäre leider etwas zerstört.
Ich muss sagen, dass ich mich darüber richtig aufgeregt habe und dass diese Entscheidung einfach sowas von nicht logisch ist und die Folge beinahe lächerlich.
Das ist wirklich sehr schade. Dennoch werde ich auf alle Fälle die Buchreihe weiterlesen und ich kann das Buch trotzdem weiterempfehlen, denn wer das erste Buch mochte, wird das 2. bestimmt auch mögen, trotz des nicht ganz so gelungenen Endes. (Aber mitten in einer Buchreihe kann man ja auch nicht so richtig von einem ENDE sprechen^^...)

Bewertung: 08/10


3. Teil der Reihe: Evermore - Das Schattenland


Sonntag, Februar 12, 2012

*Buchrezension* Saeculum (Ursula Poznanski)








Titel: Saeculum
Autorin: Ursula Poznanski
Erschienen: 2011
Seitenzahl: 496
Preis (Taschenbuch): 14,95€









Kurzbeschreibung:
Du denkst, es ist eine harmlose Reise in die Vergangenheit, ein Spiel.
Doch dann greift die Vergangenheit nach dir und gibt dich nicht mehr frei.
Ist tatsächlich ein uralter Fluch wiedererwacht?

Fünft Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter - ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass es dennoch mitmacht bei diesem Live-Rollenspiel, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: 
Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus der harmlosen Reise in die Vergangenheit wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meine Meinung:
Als ich das Buch in der Buchhandlung gesehen habe, war ich sofort fasziniert vom Cover und den schwarz umrandeten Buchseiten. Meine Neugier war sofort geweckt und ich wollte einfach wissen was Saeculum bedeutet und um was es in diesem, auf mich spannend wirkenden Buch, geht.
Als ich mir dann allerdings zu Hause die Inneneinbandbeschreibung (die ich oben bei der Kurzbeschreibung noch hinzugefügt habe) durchlas, war ich etwas skeptisch, da mich das Thema Mittelalter jetzt nicht soo sehr interessiert und ich damit irgendwie nichts anfangen konnte. Etwas missmutig habe ich begonnen, das Buch zu lesen und die ersten 150 Seiten waren leider absolut nicht spannend sondern eher eine (zu lange) Hinführung zur eigentlichen Handlung. Auch mit den Personen konnte ich zu Beginn nicht viel anfangen und keiner gefiel mir besonders gut. Doch glücklicherweise änderte sich dies dann und ich bin in das Geschehen "eingetaucht". Was mir jedoch schwer fiel, war mir die Namen der Personen zu merken, da sie bei der Convention mittelalterliche Namen annahmen und ich oftmals gar nicht durchgeblickt habe, wer jetzt gemeint war. Ich empfehle aber, sich diese mittelalterliche Namen gar nicht erst zu merken, da, als es im Buch "ernst wird", jeder wieder seinen richtigen Namen annimmt und das mittelalterliche Getue dann ziemlich schnell wieder aufhört (was mir gefallen hat^^). Die Personen werden im Laufe des Buches immer besser beschrieben und man lernt sie (fast) alle kennen und kann sich eine Meinung bilden.
Die Spannung lässt etwas auf sich warten und dennoch hat sie mich unbewusst gepackt. Man fühlt sich beim Lesen einfach mulmig obwohl keine Monster oder so auftauchen, sondern man eher auf psychologischer Ebene Angst bekommt. Der Wald, in dem die Convention stattfindet, soll ja angeblich verflucht sein und alles was im Laufe der Handlung passiert weist darauf hin, dass es diesen Fluch einfach geben MUSS obwohl ich ziemlich lange nicht daran geglaubt habe. Auch bei den Charakteren bilden sich 2 Gruppen: die einen, die an den Fluch glauben und die anderen, die alles versuchen logisch zu erklären. Die Charakter entwickeln sich im Laufe des Buchs sehr gut und ich habe selbst Hass, Wut, Mitgefühl und Zuneigung gegenüber einiger Personen entwickelt. Wie es vermutlich im wahren Leben auch wäre, beginnen die Convention-Teilnehmer, als sie in einer Art Höhle eingesperrt sind, gegenseitig um einen Schluck Wasser zu kämpfen und sind am Ende sogar soweit, aufgrund des Fluches einen ihrer "Freunde" zu opfern um selbst frei zu kommen. Besonders Georg, der ständig seine zarte kleine Freundin beschützen will.... hat mich soo sehr aufgeregt, dass ich richtige Aggressionen bekam, und mir wirklich gut vorstellen konnte, wie aggressiv Menschen werden, wenn sie mal kurz vorm Verdursten stehen. 
Das große Finale des Buches hat mich wirklich überrascht und mal wieder sehhhr wütend auf einige Personen gemacht, da doch mehr unter einer Decke stecken, wie man erwartet hätte. Dass sich Bastian und Iris (zwei die sich verlieben und die sich zu den Hauptcharaktern entwickeln) solange beherrschen konnten und am Ende den Psychopathen (will jetzt nicht zu viel verraten, wer das Buch liest weis wer gemeint ist) sogar noch am Leben ließen konnte ich um ehrlich zu sein nicht nachvollziehen und ich war erschrocken, als ich merkte, dass ich in dieser Situation vermutlich eher jemanden verbluten lassen würde als zu retten. 
Als ich das Buch dann beendet hatte war ich sehr aufgewühlt und musste noch lange darüber nachdenken.

Bewertung: 08/10

Freitag, Februar 10, 2012

*Buchrezension* Faunblut (Nina Blazon)


Titel: Faunblut
Autor: Nina Blazon
Erschienen: 2008
Seitenanzahl: 480
Preis (Gebundene Ausgabe) : 18,95€

Kurzbeschreibung: 
Eine Metropole am Rande der Zeit, eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt und eine Liebe wider jede Vernunft. 
Als Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, steht ihre Welt bereits kurz vor dem Untergang. 
Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt, und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern. Jade weiß, auch sie wird für die Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner... 

Meine Meinung: 
Zunächst einmal finde ich das Cover wirklich sehr gelungen, es gefällt mit wirklich sehr. Und der Inhalt hält tatsächlich was es verspricht.
Ich muss sagen das Buch ist wirklich sehr spannend und das nicht erst am Ende sondern komplett das ganze Buch hindurch. Denn gleich das erste Kapitel ist wirklich sehr spannend und ich konnte einfach nicht anders als erst mal ein ganzes Stück zu lesen.
Die Charaktere gefallen mir in „Faunblut“ auch sehr sehr gut. Jade die Hauptprotagonistin ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Und auch einige Nebenrollen gefallen mir wirklich gut wie Martyn oder Lilinn.

Die Liebesgeschichte zwischen Jade und Faun ist sehr schön geschrieben, aber dennoch nicht zu kitschig meiner Meinung nach und hauptsächlich geht es auch mehr um die Stadt und deren Herrscherin der „Lady“. Das gibt dem Buch auch etwas sehr Actionreiches was mir persönlich echt total gut gefallen hat. Ich finde das Buch wirklich lesenswert! ;)

Bewertung: 8/10   

Dienstag, Januar 31, 2012

*Serienreview* LOST

Titel: LOST
Erstausstrahlung: 3. April 2005
Länge: 42 min (121 Episoden in 6 Staffeln)
Genre: Mystery

 Kurzbeschreibung: 
Wie alles begann...
Dunkelheit. Schmerz. Dann sengende Sonne. Ein Bambus-Wald. Rauch und Schreie. Langsam kommt Jack wieder zu Bewusstsein – und damit die grausame Erkenntnis: Das Flugzeug, in dem er saß, ist im Dschungel abgestürzt. Gleichzeitig wird dem Arzt klar: Die anderen brauchen seine Hilfe: Eine Frau atmet nicht mehr. Eine Schwangere stöhnt. Viele sind schwer verletzt.
 In Panik suchen die Überlebenden des Absturzes zusammen, was von ihrem Hab und Gut noch übrig ist. Dabei stoßen sie auf das Cockpit des Flugzeugwracks und den verletzten Piloten. Er gesteht ihnen die schreckliche Wahrheit: Die Maschine ist tausende Kilometer vom errechneten Kurs abgestürzt. Funkprobleme hatten die Crew gezwungen, die Route zu ändern. Keine Chance auf Rettung für die 48 Überlebenden, denn sie sind verschollen auf einer einsamen Insel mitten im Pazifik ...
Unter den Passagieren sind Familien, Freunde, Feinde und Fremde. Die einen geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann von Suchmannschaften gefunden zu werden, und bewahren Ruhe. Viele jedoch drehen durch und zeigen im unfreiwilligen Exil ihre dunkelsten Seiten.
Aber wer überleben will, muss zusammenhalten. Denn nicht nur das Wetter und schroffe Gelände der Insel sind tückisch: Grauen erregende Geräusche Tag und Nacht, eine tödliche Macht – die Insel birgt ein schreckliches Geheimnis ... So kämpfen 48 Menschen ums nackte Überleben. Angeführt wird die Gruppe von Jack und Kate, die sich durch große mentale Stärke auszeichnet. Aber auch die beiden „Helden“ haben etwas zu verbergen ...

Meine Meinung:
Lost gilt als eine der beliebtesten Fernseh-Serien überhaupt und ich muss sagen mich hat sie zu Beginn auch sehr mitgerissen. Die Idee, dass ein Flugzeug auf einer verlassenen Insel abstürzt und die Überlebenden sich dort ein Leben aufbauen müssen, hat mich sofort überzeugt, zumal schon relativ früh Spannung durch seltsame Geräusche aufgebaut wird und man sich genauso verloren fühlt, wie die Gestrandeten. Die Insel kommt einem sofort sehr merkwürdig vor und man will unbedingt wissen, woran das liegt. Die Locations haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, waren abwechslungsreich und kamen ziemlich real rüber. Auch die Darsteller haben mir gut gefallen, obwohl das bei einem Flugzeugabsturz ja (wie man sich denken kann) seeehr viele sind, doch die Produzenten haben sich auf einige (immer noch recht viele, was aber schon okay ist) beschränkt, die mir wirklich gut gefallen haben. Oft wechselt die Perspektive zwischen diesen Darstellern, woduch Abwechslung entsteht. Es entwickeln sich Freundschaften, Liebe, Streit und natürlich gibt es auch "Feinde", oder wie es später in der Serie heißt "die Anderen". So ziemlich jede Folge endet mit einem Cliffhänger, weswegen ich die Serie recht schnell schauen MUSSTE. Nach und nach kommen auch Personen hinzu und immer wieder keimt ein Funken Hoffnung auf (beim Zuschauer und bei den Personen in der Serie), gerettet zu werden. An einigen Stellen wird die Serie tragisch und traurig und ich muss zugeben, dass ich in manchen Momenten eine Träne verdrückt habe, doch zumeist herrscht Spannung und oft auch Liebe, Hoffnung und Zuversicht wechselt mit Missmut.
Bis jetzt klingt das alles ja recht positiv und ungefähr bis Ende der vierten Staffel hatte ich an Lost absolut nichts zu meckern.
Aber eben nur bis dahin.
Ab der 5. Staffel nämlich begann sich die Serie zu wiederholen, was soviel heißt wie: "und sie wanderten IMMERNOCH durch den Dschungel und dann wurden sie gerettet, ABER NEIIIN wir müssen nochmal zurück, und sie wanderten WIEDER durch den Dschungel und plötzlich kamen sie in eine Höhle und waren gefangen, und dann kamen noch andere hinzu und haben sie gerettet und sie wanderten WIEDER durch den Dschungel,....."
Die 5. Staffel habe ich noch ganz angeschaut und es gab schon noch Spannung, aber um ehrlich zu sein wollte ich einfach nur wissen wie es ausgeht. Dann kam die 6. Staffel: und was passierte?
Sie wanderten durch den Dschungel...
Das ist jetzt natürlich sehr übertrieben gesagt aber leider leider leider passierte einfach nichts interessantes mehr und ich habe die Serie in der Mitte der 6. Staffel tatsächlich abgebrochen. Ich würde mir soo sehr wünschen, dass es einfach keine 6. Staffel geben würde und der Inhalt der 5. und 6. in EINE Staffel zusammengefasst werden würde. Ich weiß bis heute nicht wie die Serie endet, dennoch bin ich sicher, nichts verpasst zu haben und hatte in den ersten Staffeln dafür wirklich Spaß und konnte es oftmals nicht erwarten weiterzugucken.
Staffel 1-4 kann ich wirklich SEHR weiterempfehlen, mir aber hat die 6. Staffel einfach die Lust und den Spaß an der Serie komplett genommen was wirklich sooooo schade ist. 
Aus diesen Gründen würde ich der Serie gerne 2 verschiedene Bewertungen geben:

Bewertung:
Staffel 1-4: 9,5/10
Staffel 5-6: 4,5/10

Sonntag, Januar 29, 2012

*Serienreview* Türkisch für Anfänger








Titel: Türkisch für Anfänger
Erstausstrahlung: 14. März 2006 auf Das Erste
Länge: 25 min (52 Episoden in 3 Staffeln)
Genre: Comedy, Familienserie










Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Lena trifft der Schlag, als ihre Mutter, Doris, Therapeutin, nach 7 Jahren Single-Leben ihre große Liebe Metin, einen türkischen Kriminalkommissar kennen lernt und mit ihm zusammen zieht. Lena muss auf einmal in einer Großfamilie leben, ihre Mutter mit einem Mann teilen und mit ihren neuen Geschwistern klar kommen. Probleme, Spaß, Liebe und Drama sind vorprogrammiert!

Episodenguide & Besetzung:

Meine Meinung:
Oh mein Gott, diese Serie ist der absolute Oberhammer! Ich habe durch Zufall mal in die Serie reingeschalten und war sofort begeistert. Natürlich musste ich sofort die komplette Serie angucken und ich muss sagen ich hatte riesen Spaß dabei. Türkisch für Anfänger hat soviel Witz und Humor, dass mir an einigen Stellen der Bauch vor Lachen weh tat! Meine Schwester und Ich haben einige Sprüche aus der Serie zu Insidern gemacht und ich könnte mir alle Folgen jederzeit wieder angucken. Einfach genial, wenn eine Serie so was schafft!
Die Personen sind sehr liebenswürdig und süß, vorallem Doris und Metin (Hasi 1 und Hasi 2) sind sehr witzig und Lena und Cem (Gürkchen, die immer einen koketten Spruch auf den Lippen hat und der putzige, etwas dümmliche Prolet) sind einfach zum Schießen. Auch der stotternde Costa und die streng gläubige Yagmur sind super. Aber auch Nebenfiguren, wie der Oppa oder Diana sind suuuper. Ich hab an den Schauspielern absolut nichts zu meckern. Was aber am absolut genialsten an der Serie ist, sind die extrem lustigen und unterhaltsamen Dialoge, sowie typische Familienprobleme und Umstände, die die Serie so real und mega komisch machen.
Das Zusammentreffen einer deutschen und einer türkischen Familie fand ich sehr interessant, da einige typische Voruteile immer wieder aufgegriffen werden und sich so einige bestätigt haben und dennoch hatte ich das Gefühl, das gerade das die Serie so harmonisch und witzig gemacht hat.
Türkisch für Anfänger ist einfach top und wirklich jede einzelne Episode ist sehenswert. Mich hat die Serie sehr, sehr positiv gestimmt und ich kenne absolut keine andere Serie, die es schaffen könnte mich so sehr zum Lachen zu bringen! 
Am 15. März 2012 kommt der Kinofilm zu der Serie. Darauf freue ich mich schon total:


Link zur Filmrezension:

Bewertung: 10/10

Samstag, Januar 28, 2012

*Filmreview* Final Destination 5









Titel: Final Destination 5
Angelaufen: 25. August 2011
Genre: Horror










Kurzbeschreibung:
Als durch eine Baustelle ein Stau auf einer vielbefahrenen Brücke entsteht, sind die Autoinsassen zwar genervt, denken sich aber ansonsten noch nichts Böses. Erst als die Brücke einzustürzen beginnt, schwant ihnen, dass ihre letzte Stunde geschlagen hat. Doch nicht alle, die bei jener Katastrophe das Zeitliche segnen sollten, geben auch den Löffel ab. Einigen gelingt die Flucht. Fortan macht sich der Tod höchstpersönlich daran, das Gleichgewicht wieder herzustellen und erdenkt sich alle möglichen Unfälle, um das Ableben der Davongekommenen spektakulär zu beschleunigen. 

Trailer:

Besetzung:

Meine Meinung:
Ich muss sagen, dass ich mich sehr auf den Film gefreut habe, da ich ein großer Fan der Final Destination Reihe bin.
Was mir gut gefallen hat war, dass im Vorspann des Films die Todesumstände der vorherigen Teile aufgegriffen wurden, indem Objekte, die für den Tod ehemaliger Figuren verantwortlich waren (wie z.B. Spieße, Messer, Baumstämme, Nagelpistole,...) von oben auf eine Glasplatte fliegen, wodurch sich ein spektakulärer 3D-Effekt ergibt (hab den Film aber nur in 2D geschaut).
Die Handlung ist eigentlich nichts wirklich Neues und verläuft wie in den vorherigen Teilen. Bei den Todesfällen habe ich wieder mal richtig mitgefiebert und war teilweise richtig erschrocken. 
Im Film finden sich außer dem Vorspann noch andere Parallelen zu den Vorgängern, wie zum Beispiel die Zahl 180, die in gewisser Weise für einen Fluch bzw. den Tod steht und in diesem Teil im Café "Le Café Miro 81" (rückwärts gelesen: 18o), in dem der Hauptcharakter arbeitet, auftaucht. Desweiteren wird kurz vor der jeweiligen Katastrophe ein Lied eingespielt, welches auch in den anderen Teilen auf den Tod hingewiesen hat.
Was mich am allermeisten gefreut hat war das Ende des Films, das (soviel kann ich verraten ;D) quasi den Vorspann zum 1. Final Destination Film darstellt. Gerade diese Verbindung hat mir sehr gut gefallen und rundet die Filmreihe perfekt ab und macht sie auch "logischer". 
Die einzelnen Todesumstände waren wieder mal äußerst kreativ und haben mir, wie auch in den anderen Teilen, in gewisser Weise Angst gemacht, da man das Gefühl bekommt, dass solche furchtbaren Dinge durch schreckliche Zufälle tatsächlich passieren könnten. Dies macht den Film so schrecklich und ich bin mir sicher, dass er in 3D noch viel realer und somit furcheinflößender ist.
So, nun muss ich aber auch noch etwas kritisieren: Die Dialoge und auch 2-3 Schauspieler haben mir teilweise leider nicht besonders gut gefallen. Das hätte man definitiv besser machen können, um den Film logischer und einfach "intelligenter" zu machen.
Dennoch war der Film sehr unterhaltsam und spannend und ist für Final Destination Fans ein MUSS!

Bewertung: 7,5/10

*Buchrezension* 3096 Tage (Natascha Kampusch)


Titel/ Autor: 3096 Tage Natascha Kampusch
Erschienen: 13. Januar 2012
Seitenanzahl: 284
Preis (Taschenbuch): 9,99 €

Kurzbeschreibung: 
Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang. Am 23 August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben. 

Meine Meinung: 
Ich muss zu diesem Buch erst einmal sagen, dass ich es verständlicherweise nicht wirklich gut bewerten kann. 
Ich muss sagen ich persönlich finde das Buch sehr gut geschrieben und bin mir absolut sicher, dass ihr dieses Buch bei der Verarbeitung des schrecklichen Erlebnisses geholfen hat.
Ich finde durch dieses Buch kann man die Situation und die Lage in der sie sich damals befunden hat sehr gut nachvollziehen und verstehen. Es kommen meiner Meinung nach viele Details zum Vorschein, von denen ich noch nichts wusste. ( Allerdings muss ich sagen, der Fall liegt jetzt auch schon wieder 6 Jahre zurück, das heißt ich konnte mich natürlich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern.)
Ich habe während ich das Buch gelesen habe wirklich "Herzschmerzen" bekommen. Wie kann man einem Menschen nur etwas so grausames antun und wie kann man so was so lange Zeit aushalten ohne verrückt zu werden. Natasche Kampusch verdient sehr sehr viel Respekt für dieses Leistung. 
Vieles was ich damals gehört hatte konnte ich nicht verstehen, wie z.B. dass der Täter sie in einen Einkaufsladen mitnahm und sie nicht um Hilfe gerufen hat. Doch als ich das Buch gelesen habe, wusste ich warum sie nicht schreien konnte und das ist sogar sehr verständlich. 
Was mir auch sehr ans Herz geht ist, dass sie trotz allem nie die Hoffnung verliert und doch in dem Täter noch den Menschen sehen kann. Das mag im ersten Augenblick vielleicht sehr unverständlich klingen, aber nach ihrer Beschreibung im Buch doch nachvollziehbar. Und das hat nichts mit dem "Stockholm- Syndrom" zu tun, wie es so viele behaupten. 
Ich muss sagen dass Buch hat mir an einigen Stellen das Herz zerrissen und es war teilweise so schmerzhaft zu lesen, dass man gar nicht weiter lesen wollte aber doch einfach nicht anders konnte. 
Ich finde das Buch definitiv empfehlenswert, so nahegehend wie es ist. 

Bewertung:  9/10

Montag, Januar 23, 2012

*Buchrezension* Die Bücherdiebin (Markus Zusak)


Titel: Die Bücherdiebin 
Autor: Markus Zusak 
Erschienen: 27. Februar 2008 
Seitenanzahl: 608 
Preis (Taschenbuch): 9,95 €

Kurzbeschreibung: 
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als ihr Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Uns sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stielt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. 
Und das des Todes. 
Denn selbst der Tod hat ein Herz. 

Meine Meinung: 
Zunächst einmal finde ich das Cover so wie den Buchtitel sehr passend zum Buch. Die Innengestaltung des Buches fand ich sehr schön. Die kleinen fett-gedruckten Abschnitte in denen man Hintergrundwissen immer mal wieder zwischendurch erfährt finde ich sehr gut angebracht und schön gestaltet. Außerdem findet man an einigen Stellen kleine Zeichnungen, die zwar keine Kunstwerke sind, aber sehr gut passen, da ja auch die Hauptperson noch relativ jung ist (9-14 Jahre). 
Das ganze Buch wird aus Sichtweise des Todes erzählt. Dadurch kommen einige sehr interessante Aussagen und Aspekte zum Vorschein, denen ich mir persönlich noch nicht wirklich bewusst war. 
Es war dieser ungewöhnliche uns sehr sehr gute Schreibstil der mich so fasziniert hat und zum Weiterlesen angeregt hat. 
Das Buch spielt im Zeitraum des 2. Weltkrieges, was so finde ich ein sehr sehr durchgekautes Thema ist. Dennoch hat das mich bei diesem Buch überhaupt nicht gestört, weil Markus Zusak es einfach auf einer ganz anderen Ebene behandelt. Was mich dazu gebracht hat, einiges aus einer anderen Sichtweise zu sehen. Ich bin sehr schnell in die Geschichte versunken und die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Dabei denke ich hauptsächlich an Liesel und Hans Hubermann und natürlich auch Max. 
Ich sollte vielleicht trotzdem erwähnen, dass das Buch jetzt nicht total spannend ist, da der Tod einiges vorne weg greift. Das mag jetzt komisch klingen, aber dennoch entsteht eine andere Spannung, da man nicht nur wissen will, dass es geschehen ist, sondern auch genau wissen will wie es geschehen ist. 
Es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, obwohl es teilweise echt traurig und bedrückend ist. 

Bewertung: 9/10